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Bremische Volksbank eG
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Pressemitteilung vom 25.03.2009

Bremische Volksbank: Mit dem Geschäftsjahr 2008 sehr zufrieden

Als „insgesamt in fast jeder Beziehung vollkommen zufriedenstellend“ bezeichnete der Vorstand der Bremischen Volksbank den Geschäftsverlauf 2008. Trotz unverändert hartem Wettbewerb konnten viele Vorjahreswerte übertroffen werden, die gesetzten Ziele wurden mit wenigen Ausnahmen erreicht bzw. übertroffen. 

Die Finanzkrise führte zwar zu Abschreibungen auf den Wertpapierbestand, konnte jedoch problemlos aufgefangen werden, so der Vorstandsvorsitzende Burhop.

Die gesamtwirtschaftliche Lage 2008 in Bremen wird vom Vorstand der Bank als gespalten bezeichnet. Der Boom in den Bereichen Hafen, Logistik und Im- und Export setzte sich in 2008 noch lange fort, die traditionellen Schwerpunkte der Bank in den Bereichen „Handel, Handwerk und Gewerbe“ konnten hiervon jedoch nicht profitieren. Mehreinkommen bei den Beschäftigten wurden durch öffentliche Verteuerungen und Preissteigerungen im Energiesektor wieder abgeschöpft. Der private Wohnungsbau schleppte sich auch in 2008 erneut auf einem niedrigen Niveau dahin. Im Frühjahr 2009 haben sich durch die Auswirkungen der Finanzkrise die Rahmendaten der Wirtschaft deutlich verschlechtert, auch in der Realwirtschaft sind inzwischen die negativen Folgen der ursprünglich nur als Krise der Banken angesehene Problemsituation angekommen.
Verbilligungen auf der Rohstoffseite und den davon abhängigen Verbraucherpreisen wirken erst ab diesem Jahr entlastend.

Insgesamt wurden zum Jahresende mit 353 Mio € um 1,7 % erhöhte Ausleihungen im Kreditgeschäft verzeichnet. Die Einlagen der Kunden stiegen krisenbedingt um 11,7 % auf 367 Mio €. „Im Höhepunkt der Krise trugen verunsicherte Kunden in hohem Maße Gelder von anderen Instituten zu uns“, so Burhop. Die Bilanzsumme erhöhte sich auch durch die Ausweitung von Interbankgeschäften um 29,5 % auf
740 Mio €.
Im Firmenkundengeschäft konnte trotz der hohen Tilgungsleistungen der Bestandsdarlehen ein um 1,6 % höheres Kreditvolumen von rund 200 Mio € ausgewiesen werden. Die Einlagen und Wertpapierbestände der Firmenkunden wuchsen ebenfalls um 4,1 % auf 148 Mio €. Im Übrigen setzte sich im Kundenbereich der Bank die hohe Zurückhaltung bei Investitionen fort, unverändert war die Stabilisierung der Firmenverhältnisse auch in 2008 in vielen Betrieben eine der wichtigsten Zielsetzungen. Wie schon in 2007 mussten für schwache Kreditnehmer trotz strenger Bewertung und unverändert schwierigem gewerblichen Immobilienmarkt netto kaum Zuführungen zu den Wertberichtigungen vorgenommen werden.

Im Privatkundengeschäft konnten die Tilgungsleistungen durch Neukredite mit plus 1,7 % mehr als ausgeglichen werden, zum Jahresende wurde daher mit 142 Mio € eine leicht erhöhte Kreditausreichung an Privatkunden ausgewiesen. Daneben wurden 52 Mio € Kredite mit verwaltet, die an Verbundpartner vermittelt worden waren.
Die Bereitschaft zum Immobilienerwerb war auch in 2008 schwach. Der Wettbewerb um die wenigen Hausfinanzierungen führte zu für den Kunden niedrigen Finanzierungsbedingungen. Zur Sicherung des niedrigen Zinsniveaus wurden daneben vielfach Möglichkeiten einer Forwardfinanzierung (Neugeschäft und Prolongationen) in hohem Umfang genutzt.

Eine zufrieden stellende Nachfrage fanden die Konsumentenkredite in Form der easyCredits, die an die Verbundgesellschaft „TeamBank AG“ vermittelt wurden. Das einfache Kreditantragsverfahren und die von vielen Kunden erkannte Fairness der Produktgestaltung fand auch in 2008 das Interesse der Kunden.

Die Geldvermögensbildung war in 2008 nach Jahren moderater Entwicklung von der Finanzkrise erfasst. Trotz eines nur geringen Zuwachses von 2,5 % auf 626 Mio € konnte der Marktanteil 2008 ausgeweitet werden. Die Kunden legten aus Furcht vor Verlusten fast panikartig ihre Gelder in Sicht- und Termineinlagen an. Anleger in Aktien bzw. aktienbasierten Produkten mussten je nach Art ihrer Anlage deutliche Kursverluste hinnehmen. Demzufolge waren Anlagen in Wertpapieren deutlich reduziert, obwohl netto weitere Anlagen getätigt wurden. Allein die Bankeinlagen stiegen um 38 Mio € bzw. 11,7 % auf 367 Mio €, während die in Wertpapieren gehaltenen Gelder auf 230 Mio € sanken.

Die Härte des Wettbewerbs hat sich nach Beobachtungen der Volksbank in 2008 fortgesetzt, allerdings in letzter Zeit hat er eine neue Qualität gewonnen. Nachdem einige Banken auf die Unterstützung des „Soffin“ angewiesen sind, zudem der Interbankenmarkt keine entsprechende Refinanzierung der Banken mehr ermöglicht, werden im Kundengeschäft teils weit über den Marktzins hinausgehende Zinsen für neue Geldanlagen geboten, die von solventen Bankinstituten nicht dargestellt werden können. Insofern wird mit Hilfe des Staates eine Wettbewerbsverzerrung herbeigeführt, die langfristig heute noch nicht erkennbare Probleme nach sich ziehen wird, da normal kalkulierende Bankinstitute dadurch nachhaltig geschädigt werden.

Auf der Finanzierungsseite wurden auch 2008 geringe Kreditvolumina am Markt nachgefragt, der Wettbewerb um neue Kunden führte auch hier in vielen Fällen zu Margensätzen, die größere Zuwächse auf der Kreditseite verhinderten, weil sie kalkulatorisch nicht akzeptiert werden konnten.

Im Vermittlungsgeschäft mit Lebensversicherungen und Bausparverträgen konnten die bereits sehr guten Zahlen des Vorjahres deutlich gesteigert werden. Im Fondsgeschäft und in der Darlehensvermittlung konnten die sehr guten Werte des Vorjahres gehalten werden. Die Ergebnisse sind im genossenschaftlichen Quervergleich mit 64 Mio € Fondsvermittlung, 7 Mio € Vermittlung von Lebensversicherungsverträgen und 26 Mio € Bausparverträgen sowie 104 Mio € Wertpapierumsatz sehr zufrieden stellend und wirkten sich positiv auf das Gesamtergebnis aus.

Der Gesamtbestand aller Bilanzeinlagen zuzüglich für Kunden gehaltener Verbundeinlagen und Wertpapiere belief sich zum 31.12.2008 auf 679 Mio €. Damit betrug das gesamte Kundenwertvolumen an Krediten und Einlagen 1.091 Mio € zum Jahresschluss.

Trotz deutlich gesteigerter durchschnittlicher Bilanzsumme überstiegen das Teilbetriebsergebnis mit 0,54 % ebenso wie das Betriebsergebnis vor Bewertung mit 0,63 % sowohl die Vorjahreswerte wie auch die Planziele.

Bei einer auf 1,87 % durch den Bilanzsummenanstieg relativ verringerten Zinsspanne und einem auf 0,70 % abgesenkten Provisionsüberschuss sanken allerdings auch die Verwaltungsaufwendungen überproportional auf 2,03 % der durchschnittlichen Bilanzsumme.
Aus den Umschichtungserlösen von Verbundbeteiligungen, die als außerordentlich angesehen werden müssen, werden große Teile zur Zuführung der stillen Reserven genutzt, sofern die Vertreterversammlung dem Vorschlag der Verwaltung folgt. Im Jahr 2008 mussten wie schon in 2007 und 2006 trotz strenger Bewertung netto kaum Zuführungen zu den Wertberichtigungen auf Forderungen vorgenommen werden. Allerdings waren in deutlich erhöhtem Umfang Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens auf Grund der durch die Finanzkrise ausgelösten Spreadausweitung und Kursverluste erforderlich, diese lösen sich jedoch in den Folgejahren als Rückzahlungsgewinne wieder auf. Alle Wertpapiere sind unverändert nach dem Niederstwertprinzip bewertet.

Nach Zahlung der Steueraufwendungen wird mit 1,6 Mio € ein leicht geringerer Jahresüberschuss als in 2007 ausgewiesen. Nach einer mit 540 T€ vorgenommenen Vorabzuführung zu den Rücklagen wird der Vertreterversammlung mit 4,5 % die gleiche Dividendenhöhe und Auszahlung in Höhe von T€ 507 vorgeschlagen. Daneben sollen weitere T€ 600 den Rücklagen zugeführt werden. Das Eigenkapital der Bank überschreitet danach mit 9,7 % Kernkapitalquote und einem Solvabilitätskoeffizienten von 12,8 % die gesetzlich erforderlichen Mindestquoten von 4% bzw. 8% erheblich und genügt allen weiteren Anforderungen der nächsten Jahre.


Ihre Ansprechpartner bei der Bremischen Volksbank eG:

Jürgen Burhop, Vorsitzender des Vorstandes
Juergen.Burhop@BremischeVB.de | Tel: 04 21 / 36 82 – 221

Thomas Trenz, Leiter Privatkundengeschäft, Pressesprecher
Thomas.Trenz@BremischeVB.de | Tel: 04 21 / 36 82 – 235