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Jacke wie Hose

Für alles braucht es Modedesigner

Modedesigner entwerfen vor allem Abendkleider, denken viele. Doch auch eine Unterhose muss gestaltet werden. Egal ob experimentell oder konventionell, bis zur Produktion ist an einiges zu denken.

Bis ins kleinste Detail

Welche Form? Wo sind die Nähte? Welche Farbe und Breite haben sie? Welcher Stoff? "Dass ein Bekleidungsstück so viele Details hat, erwarten einige Studien-Anfänger nicht", sagt Johanna Michel, Professorin an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Ihr Weg ins Fach Modedesign begann als Bekleidungsstechnische Assistentin. Im Anschluss studierte sie in Trier und Berlin sowie als Stipendiatin in Madrid und New York.

Kreativität ist auch harte Arbeit

"Modedesign ist wie jedes kreative Geschäft auch harte Arbeit", sagt Michel. Damit nicht der Eindruck entsteht, dass Modedesign etwas für Jugendliche ist, die gerne Klamotten shoppen, müssen Bewerber mindestens ein 18-wöchiges Vorpraktikum sowie zum Eignungstest (nach bestandener Hausaufgabe) eine Mappe mit Zeichnungen und Entwürfen mitbringen. Eine Ausbildung als Schneider oder ein Praktikum in einem Nähatelier sind nützlich fürs Studium.

Leidenschaft setzt sich durch

"Mindestens genauso viel wie Vorwissen und Talent zählen Leidenschaft und Disziplin", sagt Michel. Wer sich nach dem Studium mit einem eigenen Label selbständig machen will, braucht zudem Durchhalte-Vermögen. So hat es eine Absolventin mit Notebook-Taschen geschafft. Für die Professorin geht der Trend in Richtung Individualität und Nachhaltigkeit. Sich nicht vorschreiben zu lassen, was gefällt, und mitzureden – das ist heute Mode!